Glossar

Edelstahl

Edelstahl rostet nicht, und die Verbindung von Chrom und Nickel gewährleistet, dass dieses Material allen Erfordernissen des Küchenalltages gerecht wird und sich durch Langlebigkeit auszeichnet. Die gebräuchlichste Zusammensetzung besteht aus 72 Prozent Eisen, 18 Prozent Chrom und 10 Prozent Nickel und wird "Edelstahl 18/10" genannt. Neben dieser Zusammensetzung werden auch andere Legierungen angeboten, die auch rostfrei, jedoch nicht absolut säure- und korrosionsfest sind. "Edelstahl 18/10" ist hitzebeständig, porenfrei, unempfindlich gegen Laugen, elastisch und schlagfest. Bei diesen vielen guten Eigenschaften wundert es nicht, dass dieses Material für die meisten Einbauspülen, gelegentlich auch als Arbeitsplatte, häufiger für Dunstessen und immer öfter für hochwertiges Kochgeschirr verwendet wird. Bei Elektrogeräten werden auch Blenden aus Edelstahl zur Gestaltung verwendet.


Eiche

Ein Baum des nördlichen Laubholzgürtels. Besonders Mitteleuropa und Nordamerika sind reich an Eichenbeständen. Die sehr artenreiche Spezies kommt in unseren Breiten hauptsächlich als Stiel- oder Sommereiche, als Trauben- oder Wintereiche vor. Aus Südeuropa kommt die Korkeiche und aus Nordamerika die Roteiche. Das Holz ist sehr gerbstoffreich und hat ein hohes spezifisches Gewicht. Bei längerer Lagerung im Wasser oder Moor verfärbt es sich dunkel, daher kommt die Bezeichnung Mooreiche. Der feine Aufbau der Jahresringe gibt der Holzoberfläche eine gleichmäßige Struktur. Die Farbtöne variieren von Beige bis Honiggelb, das Holz kann aber problemlos gebeizt und lackiert werden. Küchen aus Eiche wirken dauerhaft und vermitteln Ruhe, Geborgenheit und Sicherheit. Sie werden rustikal, gediegen und zeitlos im Landhausstil angeboten. Inneneinrichtungen oder Einzelmöbel sind in allen Stilepochen aus Eichenholz hergestellt worden, waren Ausdruck von Qualität und Gediegenheit und stilvollem Ambiente.


Eloxieren

Bei diesem Verfahren erhält Aluminium in einem Schwefelsäurebad mittels Gleichstrom eine Oxidschicht, die vor Korrosion schützt und ein farbiges Gestaltungelement sein kann.


Entfetten

Das Fett, welches sich beim Erkalten auf Flüssigkeiten absetzt, abschöpfen. [frz. degraissieren]


ESG (Einscheiben-Sichheitsglas)

Besteht aus einer speziell wärmebehandelten Scheibe. Da sich die äußere Zone schneller abkühlt, als der innere Kern besitzt das Glas eine erhöhte Stoß- und Schlagfestigkeit sowie Unempfindlichkeit gegenüber Temperaturunterschieden. Bei Bruch zerfällt das Glas in viele kleine Bruchstücke, die keine scharfen Kanten haben.


Farce

Eine speziell bereitete Masse zum Füllen von Geflügel, Fleisch und Gemüse. Das Füllen mit der Farce heißt demzufolge farcieren.


Filetieren

Bei Fleisch und Fisch werden Knochen und Gräten entfernt, anschließend wird das Fleisch in längliche Scheiben geschnitten. Bei Obst wird die Schale entfernt, dann wird das Obst in einzelne Spalten geschnitten.


Flambieren

Ein Gericht mit brennendem Alkohol übergießen und abbrennen, Alkohol mit weniger als 50 Vol. Prozent muss allerdings zuvor erhitzt werden.


Gerinnen

Fett bildet bei der Zugabe von Flüssigkeit Flocken. Um ein solches Gerinnen zu vermeiden, sollte die entsprechende Flüssigkeit nur nach und nach sowie bei ständigem Umrühren hinzugegeben werden.


Glaskeramikkochfeld

Mit der Arbeitsfläche in einer Ebene eingebaut ist das Glaskeramik-Kochfeld ein Einbaugerät mit ebener Kochfläche aus Glaskeramik. Die Ceran® Kochflächen Komponente selbst besteht aus einer vier Millimeter starken Glaskeramik. Das spezielle Material ist für die Infrarot-Wärmestrahlung durchlässig und die Oberfläche porenfrei glatt, von hoher chemischen Beständigkeit, hat eine extrem kleine Wärmeausdehnung und erfüllt alle Vorschriften zur mechanischen Stoß- und Schlagbelastung. Laut VDE-Test übersteht ein Kochfeld die Belastung durch einen 1,8 Kilogramm schweren Topf, der aus 15 Zentimeter Höhe zehnmal auf die heiße und kalte Platte fallen gelassen wird, schadlos. Ein dauerhaftes Dekor, unter dem die Beheizung installiert ist, kennzeichnet die einzelnen Kochzonen. Die Oberflächentemperaturen erreichen 560 (+/- 20) Grad Celsius. Eine Heissanzeige warnt vor Verbrennungen, zeigt die vorhanden Restwärme an und erlischt erst bei einer Oberflächentemperatur von etwa 60 Grad Celsius. Als Einbaugerät wird ein Glaskeramikkochfeld in die Arbeitsplatte eingelassen und mit einem Einbauschaltkasten verbunden.


Granit- und Naturstein

Verleihen jeder Küche ein luxuriöses Erscheinungsbild. Im Gegensatz zu den Weichsteinen Marmor und Travertin ist Granit und Naturstein hitzebeständig und härter als Stahl. Granit- und Natursteinarbeitsplatten sind in vielen ruhigen Mustern und unterschiedlichen Farbausprägungen erhältlich. Alle Arbeitsflächen aus Granit- und Naturstein sind Unikate, die entsprechend teuer und aufwendig zu bearbeiten sind. Granit- und Natursteinarbeitsplatten sind besonders kratzfest und unempfindlich. Fett, Öl oder säurehaltige Flüssigkeiten (Orangensaft) müssen jedoch unverzüglich entfernt werden.


Gusseisen

Speichert die Wärme gut und gibt sie gleichmäßig ab. Deshalb eignen sich Töpfe und Pfannen aus diesem Material besonders gut zum Braten und Schmoren. Gusseisen ist recht schwer und kann bei harten Schlägen leicht springen. Da es leicht rostet, wird es mit einer Schutzschicht überzogen oder teilweise emailliert angeboten. Töpfe aus Gusseisen können bei der Induktion verwendet werden.


Halogenbeheizung

Bei Halogenheizkörpern erfolgt die Beheizung der Kochfläche mittels Infrarotquarzrohrstrahlern. In einem von Wolframdraht durchzogenem und mit einem Gasgemisch (Brom, Jodid) gefülltem Glaszylinder werden Wärmestrahlen mit einer hohen Frequenz und kleineren Wellenlängen erzeugt. Die gesamte Wärme wird von speziellen Reflektoren durch das Glaskeramikkochfeld geleitet. Halogenstrahler arbeiten mit Temperaturen von etwa 2100 Grad Celsius und erzeugen neben der Wärmestrahlung ein intensives weißes Licht. Verschiedene Schaltpositionen ermöglichen Kombinationen von Serien- und Parallelschaltungen der Strahler, die eine unmittelbare Regulierung jeder Heizzone ermöglichen. Angeboten wird von den Herstellern auch eine Kombination von Halogenstrahlern und Strahlungsbeheizung.


Hausanschluss

Anschluss der Installationen von Elektrizität, Wasser, Abwasser, Gas, Fernheizung, Telefon und Kabel eines Gebäudes an die Ver- und Entsorgungsleitungen des öffentlichen Netzes.


Holz

Ob als Massivholz oder als Holzwerkstoffe, es ist das wichtigste Material für die Küchenmöbelherstellung. Massivholz, als einer der ältesten Werkstoffe im Möbelbau ist noch immer einer der attraktivsten, weil er Wärme, Natürlichkeit und Annehmlichkeit besitzt. Holz ist ein natürliches Fasergewebe, dessen wichtigste Bestandteile Zellulose und Lignin sind. Die Zellulose verleiht der Holzfaser die Quellfähigkeit und Biegsamkeit und das Lignin gibt dem Holz die Härte und Festigkeit. Generell werden Hölzer nach Hartholz und Weichholz unterschieden. Weltweit gibt es rund 40.000 Holzarten. Allein in der Bundesrepublik bedeckt der Wald ca. 25 Prozent des Bodens und hat einen Anteil von ca. zehn Prozent am Volksvermögen. In der Küchenmöbelproduktion finden folgenden Hölzer, Holzwerkstoffe, als Furniere oder massiv Verwendung: Ahorn, Birke, Buche, Eiche, Erle, Esche, Fichte, Kiefer, Kirschbaum, Nußbaum, Pinie.